{"id":541,"date":"2013-06-30T14:09:12","date_gmt":"2013-06-30T12:09:12","guid":{"rendered":"http:\/\/geldanlegen.com.de\/?page_id=541"},"modified":"2015-05-13T18:52:19","modified_gmt":"2015-05-13T16:52:19","slug":"grundkonzept-der-asset-allocation","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/geldanlegen.com.de\/?page_id=541","title":{"rendered":"Grundkonzept der Asset Allocation"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/geldanlegen.com.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Celle-Hufeisen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-393\" title=\"Celle Hufeisen\" src=\"http:\/\/geldanlegen.com.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Celle-Hufeisen-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"90\" height=\"90\" \/><\/a>Das Grundkonzept der Asset Allocation oder Portfoliostrukturierung klingt kompliziert, ist es aber nicht. Schon vor zweitausend Jahren enthielt der babylonische Talmud einen Hinweis zur klugen Verm\u00f6gensaufteilung: \u201eLass jeden Mann sein Verm\u00f6gen in drei Teile teilen.\u201c Er wurde noch konkreter: Denn ein Drittel sollte in Grund und Boden, eine Drittel in Unternehmen und ein Drittel in bar gehalten werden. Weitere bekannte Spr\u00fcche zur Anlagendiversifikation sind, dass man nicht \u201ealle Eier in einen Korb\u201c legen und \u201emehrere Eisen im Feuer haben\u201c soll, oder auch, dass \u201eder einzige Investor, der nicht diversifizieren sollte, derjenige ist, der immer 100% richtig liegt\u201c (John M. Templeton).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Grunds\u00e4tzlich bewegt sich jeder Anleger und Sparer in dem sogenannten magischen Dreieck aus hoher Liquidit\u00e4t, maximaler Rendite und minimalem Risiko. Er positioniert sich innerhalb des Dreieckes und wird wahrscheinlich ein Pl\u00e4tzchen zwischen den Extremen der kompletten Risikovermeidung und der reinen Spekulation oder \u201evolles Risiko\u201c finden. Wie findet er nun sein angemessenes Pl\u00e4tzchen, auf dem er sich wohlf\u00fchlt?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Asset Allocation umfasst einerseits den Prozess des Zusammenstellens eines Portfolios und andererseits die Entscheidung \u00fcber die entsprechende Gewichtung von Anlageklassen wie Anleihen, Aktien und Rohstoffe in einem Portfolio. Die Entscheidung \u00fcber die Anlageklassen und die Gewichtung wird in der Asset Allocation jeweils auf den individuellen Risiko- und Renditeappetit eines jeden Anlegers zugeschnitten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Anlageklassen k\u00f6nnen grob in sogenannte \u201eoffensive\u201c und \u201edefensive\u201c unterschieden werden. Zur ersten Klasse geh\u00f6ren als Renditetreiber Aktien, Rohstoffe und Gold. Zur anderen Anlagenklasse k\u00f6nnen als Risikobegrenzer Tagesgeld, Anleihen und Immobilien gerechnet werden. Alle Anlageklassen unterscheiden sich sowohl hinsichtlich der Risiken und Renditen als auch meistens hinsichtlich der Wertentwicklung in den verschiedensten Marktphasen. Durch die Mischung unterschiedlicher Wertpapiergattungen gelingt es, dass das Portfolio insgesamt weniger riskant ist als der Durchschnitt der jeweils einzelnen Anlagen. Es ist m\u00f6glich, die Rendite bei einem vorgegebenen Risiko zu maximieren oder das Risiko bei einer gew\u00fcnschten Rendite zu minimieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><\/em>Die Magie dieser Diversifikation besteht darin, dass Schwankungen der historischen Renditen der Anlageklassen unterschiedlich und teilweise sogar gegenl\u00e4ufig sind. Je unabh\u00e4ngiger die Renditeverl\u00e4ufe der gew\u00e4hlten Wertpapiergattungen sind, desto positiver entwickelt sich ihr Portfolio auch in Zeiten, bei denen eine oder mehrere Anlageklassen an Wert verlieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Auswahl der Anlageklassen h\u00e4ngt von der zugedachten Funktion im Portfolio ab \u2013 n\u00e4mlich von Risikobegrenzung, Rendite und Liquidit\u00e4t. Keines der Anlageklassen vereint alle Funktionen. Maximale Rendite bei minimalem Risiko und bestm\u00f6glicher Liquidit\u00e4t ist nicht m\u00f6glich. Tagesgeld ist sehr liquide, wirft aber kaum Zinsen ab. Bundesanleihen sind risikoarm und leicht liquidierbar, aber kaum rentierlich. Dahingegen werden von Aktien aus Schwellenl\u00e4ndern h\u00f6here Renditen erwartet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Je nach Anlageziel und Risikoprofil muss jeder Anleger im Rahmen der Asset Allocation die drei Funktionen gewichten und die entsprechenden Anlageklassen ausw\u00e4hlen. Dabei ist es m\u00f6glich, Risiken im Vorfeld auszuschlie\u00dfen. Durch die Wahl eines breit aufgestellten Aktienindexes k\u00f6nnen beispielsweise unternehmensspezifische Risiken vermieden werden. Ebenso entstehen keine W\u00e4hrungsrisiken, wenn nur auf Euro lautenden Anleihen oder Indizes ins Portfolio gelegt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei einer Asset Allocation oder auch Portfoliozusammenstellung kommt es darauf an, dass<\/p>\n<ul>\n<li>Anlageklassen gew\u00e4hlt werden, die die Risikoneigung eines Anlegers und das Portfoliorisiko in Einklang bringen,<\/li>\n<li><span style=\"text-align: justify;\">Anlageklassen ausgesucht werden, die m\u00f6glichst gering korrelieren, um dadurch Marktpreisrisiken zu reduzieren, und<br \/>\n<\/span><span style=\"text-align: justify;\"><br \/>\n<\/span><\/li>\n<li><span style=\"text-align: justify;\">breit diversifizierte Indizes genommen werden, um unsystematische Risiken zu vermeiden.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein richtig zubereiteter und richtig gemischter Cocktail aus den obigen Ingredienzen wird seine positive Wirkung besonders auch in volatilen und unsicheren Zeiten entfalten. Und er ist weitaus bek\u00f6mmlicher als einer aus willk\u00fcrlichen Zutaten gemixter. Davon sind wir \u00fcberzeugt. Insgesamt ausf\u00fchrlichere Informationen gibt es dazu im ersten Teil unseres Buches<a href=\"http:\/\/geldanlegen.com.de\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/Inhaltsverzeichnis-AA.pdf\" target=\"_blank\"> &#8222;Asset Allocation&#8220;<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf einzelne Zutaten gehen wir in den folgenden Artikeln ein. Anschlie\u00dfend werden wir Ihnen zeigen, wie sich diese Zutaten anhand einfacher Praktiker-Regeln in ausgewogene Portfolios \u00fcbersetzen lassen. \u00c4hnlich einem Cocktail h\u00e4ngt dabei die Sch\u00e4rfe, also die Dynamik der Portfolios, von der individuellen Risikobereitschaft ab.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg09.met.vgwort.de\/na\/5dbcbfaa16b8461fad087d77d61a77bb\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Grundkonzept der Asset Allocation oder Portfoliostrukturierung klingt kompliziert, ist es aber nicht. 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