Quartalsbericht 3/17 für die Portfolios SmartBeta Chance und Balanced Plus

Das dritte Quartal brachte zwar herbstliches Wetter, aber an den Aktienbörsen kam die langerwartete sonnige Erholung. Trotz der sich verschärfenden Rhetorik rund um die politische Situation in Nordkorea und den weiter schwächelnden US-Konjunkturdaten konnten alle großen internationalen Aktienmärkte zulegen. Insbesondere die gute Performance der europäischen Aktien setzte sich im dritten Quartal in eindrucksvoller Weise fort. Investoren scheinen ihre Zuversicht in die Wirtschaftsentwicklung Europas bestätigt zu sehen. Der DAX zeigte eine konstante Aufwärtsentwicklung von fast 800 Punkten und nimmt nun erneut die 13.000 Punkte in Angriff. Auch der Euro Stoxx 50 legte kräftig zu und erreichte die 3.600 Punktemarke. Der US-Dollar-Wechselkurs stieg auf über 1,18 zum Euro, was die Gewinne der Euroanleger bei Aktien außerhalb Eurolands deutlich schmälerte.

Die Zinspolitik von EZB und Fed blieb im Quartal praktisch unverändert. Bei Anleihen zeigte sich daher ein gemischtes Bild. Während sich das Kursniveau der in Euro notierten Staatsanleihen der entwickelten Staaten in etwa neutral entwickelte, mussten die internationalen Anleihen aus Sicht der Euroanleger durch den Wechselkursverfall des US-Dollars leichte Wertverluste erleiden. In Euro denominierte Unternehmensanleihen und Euroanleihen der Schwellenländer konnten leicht zulegen.

Tabelle 1: Entwicklung des Portfolios SmartBeta Chance Plus

In dem beschriebenen Umfeld konnten beide Portfolios im dritten Quartal gute Gewinne verbuchen. Das Portfolio SmartBeta Chance Plus gewann 1,3 Prozentpunkte, während die Benchmark nur 0,2 Prozentpunkte zulegen konnte. Das Portfolio SmartBeta Balanced Plus stieg um 0,7 Prozentpunkte, die Benchmark verlor 0,2 Prozentpunkte. Die Aktienpositionen beider Portfolios gewannen über 3 Prozent beim Portfolio SmartBeta Balanced Plus bzw. etwas über 2 Prozent beim Portfolio SmartBeta Chance Plus. Der Unterschied resultiert aus den unterschiedlichen Gewichtungen der Aktienpositionen sowie den Schwellenländeraktien, die trotz der Dollarabwertung um 4 Prozent zulegen konnten. Die BRICs legten einen besonders bemerkenswerten Aufschwung hin: Auf Basis von US-Dollar Kursen waren fast 15 Prozent Zuwachs in China, 23 Prozent in Brasiliens und 18 Prozent in Russland zu verzeichnen. Nur Indien war mit 3 Prozent eher unterdurchschnittlich am Kurszuwachs beteiligt.

Tabelle 2: Entwicklung des Portfolios SmartBeta Balanced Plus

Die eingangs beschriebene Situation auf den Anleihemärkten fand ihren Niederschlag in einer leicht positiv performenden Anleiheposition des Portfolio SmartBeta Balanced Plus, das von den leicht positiven Trends bei Unternehmensanleihen und Euroanleihen der Schwellenländer profitieren konnte. Das Portfolio SmartBeta Chance Plus und die beiden Benchmarks litten hingegen unter den zum Teil wechselkursbedingten Verlusten des Barclays Global Aggregate Bond ETF.

Weiter schlecht entwickelte sich die Liquiditätsposition. Durch den schwachen US-Dollar stand in beiden Portfolios ein Minus von 3 Prozent zu Buche. Unsere Erwartungen hinsichtlich eines tendenziell stärkeren US-Dollar aufgrund der Zinserhöhungen in den USA haben sich nicht erfüllt, und es sieht nicht so aus, dass kurz- bis mittelfristig die USA mit ihrer volatilen Trump Administration das Vertrauen in einen wieder erstarkenden US-Dollar zurückgewinnen kann.

Insgesamt konnte sich das Portfolio SmartBeta Chance Plus wieder näher an die Benchmark heranarbeiten, während das Portfolio SmartBeta Balanced Plus seinen Vorsprung auf die Benchmark weiter vergrößern konnte.

Der Anlageausschuss tagte Anfang des Monats und hat die Aktienpositionen beider Portfolios unverändert gelassen. Die schwache Performance der US-Dollar-Liquidität hat uns veranlasst, die Position ETF Fed-Funds im Portfolio SmartBeta Balanced Plus zu reduzieren. Ebenso haben wir die Liquiditätsposition mit der Zielmarke von knapp unter 10 Prozent verringert. Im Gegenzug wurden die Euroanleihen der Schwellenländer (DBX Emerging Markets Eurobonds ETF) auf etwa 10 Prozent aufgestockt.

15. Oktober 2017

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19. Juli 2017
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